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Grundschule

Schule für Erziehungshilfe – Integrationsklasse in der Hermann-Brommer-Schule Merdingen

Vorverständnis:


“Familienklasse“, das bedeutet, die Klassestufen 1-5 werden gemeinsam in einer Kleingruppe von zwei Lehrkräften unterrichtet, wobei die Schüler stundenweise nach Leistungsgruppen unterteilt in zwei verschiedenen Klassenräumen unterrichtet werden. Hierbei versuchen wir den Leistungsstand der einzelnen Schüler unabhängig von Klassenzugehörigkeit zu fördern. Unterstützt werden die Lehrkräfte vor Ort von einem Praktikanten im Anerkennungsjahr und zur Zeit von einer Referendarin.

Die Schüler können aus dem Einzugsgebiet Kaiserstuhl / Tuniberg nach Überprüfung durch den Sonderpädagogischen Dienst und nach Einwilligung des Jugend- und Schulamtes in unsere Klasse eingeschult werden.

Die Beschulung ist gekoppelt an eine Nachmittagsbetreuung, die um 17 Uhr endet. Hier werden die Kinder von zwei Erziehern betreut (Mittagessen, Hausaufgaben, Spiel und Ausflüge, Unterstützung unserer Erziehungsziele). Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Erziehern sowie zwischen Eltern und Jugendamt.

Wir sind an die Hermann-Brommer-Schule Merdingen angegliedert, um in einzelnen Fächern eine Integration unserer Kinder zu ermöglichen und sie somit wieder auf eine Regelklasse vorzubreiten.

Die Kinder werden nach dem Bildungsplan der Grundschule sowie dem Bildungsplan der Schule für Erziehungshilfe unterrichtet. Es ist Voraussetzung, dass die kognitiven Fähigkeiten der Kinder, die in unsere Klasse aufgenommen werden, diesem Bildungsgang entsprechen.

Besonderheiten unserer Schüler:

- ADS mit/ohne Hyperaktivität

* Störungen des Sozialverhaltens
* Vernachlässigung
* Angstsyndrom
* Bindungsstörungen
* Schädigungen durch Substanzmissbrauch der Eltern
* Teilleistungsschwäche
* Teilleistungsstärke
* Tics

Grobziel:

Ziel unserer Einrichtung ist es, die Schüler, die in einer Grundschulregelklasse nicht beschulbar sind bzw. schon im Kindergarten sozial/individuell schwer steuerbare Auffälligkeiten aufweisen, dahin gehend zu fördern, dass sie spätestens nach Klasse fünf in einer Regelklasse beschult werden können bzw. für andere optimale Förderorte vorbereitet sind.

Feinziele:

* Selbststeuerung der eigenen Handlungs- und Verhaltensmuster
* Strategien zur Konfliktbewältigung
* Einüben adäquaten Frustrationsverhaltens
* Wecken und stärken des Selbstwertgefühls
* Erlernen des positiven Umgangs mit Mitschülern und Erwachsenen
* Schaffung von „Räumen“ zur Kontaktaufnahme
* Individuelle Regelerarbeitung und –einhaltung
* Erfahrung der Schule als freudigen Lernort

Den Kindern mit besonderen Auffälligkeiten wollen wir durch klare Strukturen und Rituale den Schulalltag und ihre Verhaltensweisen erleichtern und ermöglichen (täglicher Morgen- und Abschlussstuhlkreis, gemeinsames Begrüßen, Beten, Singen, Spielen, regelmäßiger Einsatz akustischer und visueller Signale, Belohnungssysteme).

Unterrichtsprinzipien:

* Selbstständigkeit
* Hinführung zum Lernen in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
* Förderung der Fein- und Grobmotorik
* Handlungsorientiertes Lernen