Sie sind hier: Startseite » Infos » Erich Kiehn

Erich Kiehn

Erich Kiehn

Erich Kiehn war einer der Gründer einer Jugendhilfeeinrichtung, der in der Nachkriegszeit
quasi aus dem Nichts ein Heim aufbaute.

Er entwickelte es mit seinen MitarbeiterInnen zu einer Modelleinrichtung mit Heimschule, Werkstätten und Psychologisch-Heilpädagogischem Dienst, die er über 30 Jahre erfolgreich leitete, indem er mit seinem "positiven Geist" fachverbandlich wie fachpolitisch in zahlreichen Gremien tätig war.

Erich Kiehn gründete das CHRISTOPHORUS JUGENDWERK 1946 und leitete es bis 1980.

1913

31.08.1913 Geburt von Erich Kiehn

kaufmännische Ausbildung

Studium im ersten Männerkurs der kath. Sozialen Frauenschule des deutschen Caritasverbandes in Freiburg

1945

Erzbischof Konrad Gröber beauftragt Diözesancaritasdirektor Alois Eckert, ein Heim für männliche Jugendliche einzurichten

Auf Initiative französischer Offiziere, durch Vermittlung von Staatsanwalt Härringer und Dr. H.J. Wollasch, wird Erich Kiehn als Leiter für die Einrichtung eines Heimes in Südbaden gewonnen

Am 1. Dezember 1945 erteilt Caritasdirektor Eckert dem Jugend- und Wohlfahrtspfleger Erich Kiehn den Auftrag, ein Heim für männliche Jugendliche zu schaffen. Im Anwesen der Gärtnerei Dold in Gundelfingen kann ein Haus gefunden werden.

15.02.1946 Gründung des Christophorusheimes in Gundelfingen

09.04.1947 Umzug nach Oberrimsingen in das Schloss des Grafen von Helmstadt. 60 Heimplätze. Heimgärtnerei, Schweinezucht und Landwirtschaft. Salatverkäufer Kiehn am Freiburger Münsterplatz

1950 Schuhmacherei, ab 1952 "industrielle Fertigung".
Berufsbildende Kurse in Holz und Metall

1951 Erste Publikation: "Von der Erziehungsanstalt zum Erziehungsheim",
in: Jugendwohl, Jg.31, 1951, Heft 2

1955 Werkschulheim außerhalb der Schlossmauer; drei Reihenhäuser für Erzieherfamilien mit Einliegerzimmer für zwei Jugendliche als Betreutes Wohnen

1963 Drei Wohngruppen und zwei Personalwohnungen für jugendliche Spätaussiedler aus osteuropäischen Ländern.
Einrichtung einer heilpädagogischen Abteilung mit Psychologe und Heilpädagoge, kleiner Mehrzweckhalle und Schwimmbad

1972 Einrichtung von Außenwohngruppen, Verselbstständigungskonzept. Einrichtung einer Psychologisch-Heilpädagogischen Abteilung

1974 Errichtung einer mehrklassigen Heimschule, Bau eines Lehrlingsheimes mit Einzelzimmern
Entwicklung eines demokratischen Mitwirkungsmodell (Jugendrat, Jugendsprecher)
Einrichtung von Lehrwerkstätten mit 42 Ausbildungsplätzen (Schreinerei, Schlosserei, Schuhmacherei, Malerwerkstatt, Gärtnerei, Küche u.a. Möglichkeit der Fachwerkerausbildung

Funktionen
- Mitglied im Bundesvorstand des Bundesverbandes kath. Einrichtungen der Heim- und Heilpädagogik
- Mitglied zahlreicher Fachausschüsse
- Mitglied des Verbandsrates
- Mitglied der AG Heim- und Heilpädagogik der Erzdiözese Freiburg
- Mitglied des AFET